Präventionsprojekt im Bereich:
Menschenhandel • Zwangsprostitution und kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern

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An einer Infoveranstaltung gegen Zwangsprostitution rief James Keller, eine treibende Kraft von MAGSA, die Bevölkerung und Politik auf beiden Seiten der deutsch-tschechischen Grenze zum Handeln auf (Zivilcourage). Es sei nicht annehmbar, dass zugeschaut werde, wie Frauen und Kinder zur Prostitution gezwungen werden. Gerade die sexuelle Ausbeutung von Kindern sei ein erbärmlicher Gräuel!

Hunderttausende Frauen werden jährlich nach Europa und innerhalb Europas von Land zu Land geschleust, zur Prostitution gezwungen und ausgebeutet. Menschenhandel ist ein Verbrechen, mit dem Milliardengewinne erzielt werden.

Keller fordert eine Umkehr zur Menschlichkeit, zur Beachtung der Menschenrechte, das Ziel muss ein bekennen und versöhnen sein! Wer schweige mache sich schuldig!

Er macht auf die Wichtigkeit der Unterstützung und Stärkung von vor Ort arbeitenden Organisationen aufmerksam. Die versuchen Leid zu mindern und den Opfern einen Ausweg aus ihrer aussichtslosen Situation aufzuzeigen.

Die Problematik ist transnational und muss so angegangen werden!

Aufklärung fängt schon in den Schulen an … aber dazu müssten die Ländern, aus denen die Frauen entführt oder mit falschen Versprechen abgeworben werden und die Länder, wo sie eingeführt werden, sich der Realität erst stellen.

Was die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern, in Deutschland und Tschechien anbelangt (an der deutsch-tschechischen Grenze), so gibt es unterzeichnete Gesetze, die endlich mit Leben gefüllt werden müssen.

Es werden dringend geschützte Unterbringung Therapieangebote und muttersprachliche Beratung und Begleitung gebraucht. Um den Frauen und Jugendlichen der Ausstieg aus der Zwangsprostitution zu erleichtern.

Bekannt ist, dass es auch in deutschen Großstädten sexuelle Ausbeutung von Kindern gibt. Dringend notwendig ist hier die Schaffung von zuverlässigen Statistiken.

Unicef hat Leitlinien für einen angemessenen Umgang mit betroffenen Kindern erstellt. Sie beschreiben ausführlich, wie die Opfer geschützt und unterstützt werden können - von der ersten Identifizierung bis zur Wiedereingliederung in ein normales soziales Umfeld.

Darüber hinaus muss eine Ächtung für diese Taten in der Gesellschaft entwickelt werden. Die Täter müssen sich der Strafbarkeit ihres Handelns bewusst werden. Den Kindern und Familien, nicht nur in Tschechien, muss eine soziale und ökonomische Alternative geboten werden, welche es nicht notwendig machen, mit Kindern Geld zu verdienen. Unerlässlich sind außerpolizeiliche Anlaufstellen auf tschechischer Seite, wo sich betroffenen Personen beraten lassen können, und Hilfe zum Ausstieg finden.

 

Fußball-Weltmeisterschaft:

An der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft werden laut Schätzungen einschlägiger Organisationen und Medien zusätzlich 40'000 Frauen nach Deutschland geschafft und in die Zwangsprostitution gezwungen.

Notwendig in Deutschland ist eine Lockerung des Aufenthaltsrechts für Frauen, die gegen ihre Zuhälter aussagen, ebenso wie der Ausbau eines transnationalen Opfer- und Zeuginnenschutz-Netzwerks mit den Herkunftsländern der betroffenen Frauen.

Hier möchten wir auf das belgische und italienische Modell verweisen, wo sich die Zahl der Frauen, welche gegen Schlepperbanden aussagen verzehnfacht hat, seitdem man ihnen ein Bleiberecht in Aussicht stellen kann.

Der Fall „Florida Rolf“ hat gezeigt, wie schnell Gesetzesänderungen verabschiedet werden können. Es stellt sich die Frage, weshalb es in Deutschland nur mühsam vorangeht, wenn es um die Bekämpfung von Frauenhandel und Zwangsprostitution, sowie deren Opferschutz geht.

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